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Rö-Colonkontrasteinlauf (Rö.-Colon.-KE)

 

Indikation (Anlaß für die Untersuchung):

  • Der Colonkontrasteinlauf muß heute als Untersuchungstechnik der zweiten Wahl angesehen werden. Wenn irgend geht ist auf jeden Fall eine Coloskopie (Darmspiegelung) dem Colonkontrasteinlauf vorzuziehen.
  • Bei Engstellen im Colon (Dickdarm), die mit dem Endoskopiegerät nicht passierbar sind, führt man einen Rö-Colonkontrasteinlauf durch, um die proximal (weiter oberhalb) gelegenen Darmabschnitte wenigstens radiologisch (durch Röntgen) beurteilen zu können.
  • In ganz seltenen Fällen ist eine komplette Darmspiegelung aus technischen Gründen nicht durchführbar, auch dann würde man das Colon (Dickdarm) röntgenologisch untersuchen. In der Regel ist aber eine Gesamtdickdarmuntersuchung endoskopisch möglich, ggf. auch mit Hilfe einer Propofolnarkose.
  • Eine orientierende radiologische Dickdarmuntersuchung bei Darmverschluß (Ileus) oder Stuhlverhalt bei besonderen Umständen führt man mit wasserlöslichen Kontrastmittel durch (nicht die typische Technik des Doppelkontrastes mit Luft und quariumhaltigen Kontrastmittel).

Durchführung der Untersuchung

  • Am Vortag muß wie bei der Darmspiegelung der Dickdarm mit entsprechenden Maßnahmen (Abführmittel, reichlich Flüssigkeitszufuhr) entleert werden.
  • Am Untersuchungstag wird zunächst Kontrastmittel eingeführt, dass zunächst einmal der ganze Dickdarm mit Kontrastmittel gefüllt ist.
  • Das "überschüssige" Kontrastmittel wird daraufhin entleert, die Dickdarmschleimhaut bleibt Kontrastmittel belegt.
  • Anschließend wird die Luftinsufflation vorgenommen, dass die typischen, schönen Doppelkontrastbilder des Dickdarmes entstehen und radiologisch (mit einer Rö-Aufnahme) dokumentiert werden können.

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