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Rö-Dünndarm (Enteroklyse nach Sellink)
Indikation (Gründe für die Untersuchung)
- Alle abdominellen Beschwerden die man mit der typischen Diagnostik (Magenspiegelung, Darmspiegelung, Ultraschall, Labor) nicht abklären kann.
- Bei Patienten mit M.Crohn zur Ausbreitungsdiagnostik notwendig.
- Bei allen Dünndarmerkrankungen.
- Bei Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt, die man endoskopisch nicht abklären kann.
- Bei Polyposis coli.
Durchführung der Untersuchung
Da man den Dünndarm nicht nur mit Kontrastmittel auffüllen will, sondern eine
optimale, plastische Darstellung anstrebt, verwendet man für die Untersuchung
eine Mischung aus Kontrastmittel (in der Regel 300 ml) mit Tylose (Cellulosepräparat, in der Regel ca. 800 ml - 1200 ml) zur Kontrastierung. Damit kann man auch
eine Feindarstellung der Schleimhaut erreichen, insbes. zur Darstellung kleinerer
Veränderungen, insbes. Entzündungszeichen. Da man aber diese Menge von Tylose
nicht trinken kann, ist es erforderlich die Einbringung des Kontrastmittels und der
Tylose über eine Duodenalsonde vorzunehmen. Diese muß vorher über die Nase durch
den Magen bis in den Zwölffingerdarm (Duodenum) vorgeschoben werden, die Spitze
kommt dann jenseits des Treitz'schen Bandes zum liegen.
Praemedikation
Das Legen der Sonde kann im Bereich der Nase eine kleine Belästigung darstellen,
ansonsten ist die Untersuchung völlig beschwerdefrei. Deshalb ist eine Praemedikation
nicht notwendig. Die Sonde wird mit Xylocain-Gleitgel mit lokalanästhetischer Wirkung
versehen.
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