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Leberpunktion
Indikation (Anlaß der Punktion):
Die Punktion dient der Abklärung aller unklaren Lebererkrankungen, sie dient
auch zur Sicherung mancher Diagnosen. Anhand der Punktion kann man auch
die Schwere der Lebererkrankung und die bereits eingetretene Schädigung der
Leber erkennen.
Vorgehen bei der Punktion:
- Zunächst Bestimmung der Blutgerinnungsparameter (Thrombozyten, Quick, PTT).
- Sonographie (Ultraschalluntersuchung) des Oberbauches um die anatomische
Situation zu erkennen und um die Punktionsstelle festzulegen.
- Danach lokale Betäubung(Anästhesie), dass die Punktion schmerzlos durchgeführt
werden kann.
- Desinfektion der Haut im Bereich der Punktionsstelle, steriles Tuch, sterile
Handschuhe für den Untersucher. Sterilisiertes Einmalhandwerkzeug ist selbstverständlich.
- Danach eigentliche Punktion.
Rahmenbedingungen der ambulanten Leberpunktion:
- Morgens nüchtern zum vereinbarten Termin in der Praxis erscheinen.
- Nach der Punktion mehrere Stunden Aufenthalt in der Praxis zur Überwachung.
- Am Ende des Vormittags Abschlusssonographie um eine Nachblutung und sonstige Komplikationen auszuschließen, danach Entlassung nach Hause.
- Am Punktionstag absolute körperliche Schonung, am nächsten Tag besteht noch
Arbeitsunfähigkeit.
Risiken/Komplikationen der Untersuchung:
Folgende Komplikationen respektive Risiken sind mit ganz geringer Wahrschein-
lichkeit möglich:
- Nachblutung (ggf. muß die Blutungsstelle operativ gestillt werden, ggf. sind auch
Bluttransfusionen notwendig).
-
Verletzung anderer Organe (in seltenen Fällen muß auch hier operativ einge-
griffen werden).
- Infektion (ggf. antibiotische Therapie).
Bemerkung:
Die Leberpunktion ist als ambulante Untersuchung von den Fachgesellschaften
Anerkannt, z.B. DGVS (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- u. Stoffwechselerkrankungen).
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